Hauhaltsroboter & Co – Welche gibt es, was können sie und für wen sind sie geeignet?

Haushaltsroboter & Co – Roboter sind heutzutage nicht mehr nur fiktive Gegenstände in Hollywood-Filmen. Egal ob für den Haushalt, für den Garten, für die Überwachung oder sogar für die Entspannung – Roboter gibt es inzwischen in sehr vielen Varianten und Ausführungen, je nachdem, welchem Bedarf sie dienen sollen.

Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen die unterschiedlichsten Ausführungen und Varianten von Haushaltsrobotern auf, mit ihren jeweiligen Anwendungen, Funktionen, Vor- und Nachteilen sowie den Anschaffungskosten.

Haushaltsroboter

Durch Ihren persönlichen Haushaltsroboter können Sie Zeit sparen und anfallende Arbeiten Ihrem Roboter überlassen. Dabei gibt es eine große Bandbreite an verschiedenen Haushaltsrobotern, die für je unterschiedliche Arbeiten eingesetzt werden können.

Der Staubsaugerroboter

Staubsaugen ist eine Tätigkeit, die man nahezu jeden Tag ausführen könnte – lange ist der Boden jedenfalls nie sauber. Diese oft lästige Haushaltsarbeit könnten Sie in Zukunft dem Staubsaugerroboter überlassen. Dieser kann per Knopfdruck oder auch mit einer Zeitsteuerung aktiviert werden und sorgt für saubere Teppiche und Hartböden. Mittels spezieller Sensoren kann der Staubsaugerroboter selbstständig Flächen und Räume sauber halten. Stößt er auf ein Hindernis, wechselt er seine Richtung. Schon etwas weiter entwickelte Haushaltsoboter dieser Art können sogar Informationen über Raumaufteilungen speichern und verschiedene Programme, je nach Untergrund, ausführen.

Manche saugende Haushaltsroboter reinigen bis zur Erschöpfung des Akkus, andere richten die Dauer der Reinigung nach dem programmierten Zeitprogramm und können bei erschöpftem Akku selbstständig zur Ladestation zurückkehren, um sich wieder aufzuladen. Die Reinigungsdauer liegt im Durchschnitt bei einer bis zwei Stunden, bis der Sauger wieder aufzuladen ist.

Ein Feature, über das schon einige der Staubsaugerroboter verfügen, ist der sogenannte Spot-Modus – hierbei wird der Staubsauger auf eine bestimmte Fläche angesetzt, die intensiv zu reinigen ist. Auch bei der Navigation gibt es inzwischen einige Features, wie zum Beispiel die Funktion des Ultraschalls oder des Infrarot-Lichts, um Entfernungen zu Gegenständen zu ermitteln.

Um den Staubsaugerroboter vor Schäden zu schützen, sollten frei herumliegende Kabel oder sonstiges vom Boden entfernt werden – in solchen könnte er sich nämlich verfangen und Funktionsschäden erleiden.

Staubsaugerroboter eignen sich ideal für den privaten Haushalt. Die Preisspanne liegt, je nachdem, was man vom Sauger verlangt und welche Funktionen und Features er können soll, zwischen 100 und 900 Euro.

Der Saugroboter für Großflächen

Der Saugroboter für Großflächen eignet sich insbesondere, wie der Name schon sagt, für große Räume wie etwa Büros, Verkaufsflächen, Lagerräume oder Werkstätten. Je nachdem, über welchen Akkutyp der Haushaltsroboter verfügt, reinigt er Flächen bis zu 1.000m² mit nur einer Akkuladung. Solche Sauger sind oft mit extra langen Seitenbürsten ausgestattet, die dazu dienen, auch an Ecken und Kanten Schmutz optimal zu entfernen. Saugroboter für Großflächen sind meist mit einer sehr starken Saugkraft ausgestattet und erkennen mit oft eingebauten Infrarotsensoren Hindernisse.

Saugroboter, die vor allem für die Säuberung von Großflächen konzipiert werden, haben etwas höhere Anschaffungskosten – der Preis beginnt hier bei etwa 700 Euro aufwärts.

Der Wischroboter

Wischroboter sorgen für sauber gewischte Böden auf Knopfdruck. Sie eignen sich für die Reinigung von verschiedensten Hartböden, wie etwa Parkett, Laminat, Fliesen oder Stein. Beim Kauf können Sie sich je nach Bodenart, Raumgestaltung und Fläche aus einer großen Auswahl an Wischrobotern für den am besten für Sie geeigneten entscheiden.

Grundsätzlich kann ein Wischroboter, im Gegensatz zum Staubsaugerroboter, den Boden wischen, manche Modelle können ihn danach auch noch trocknen. Der Sauger erkennt selbst, um welchen Bodenbelag es sich handelt, und richtet seine Einstellungen danach aus. Den Verschmutzungsgrad erkennt er dabei ebenso wie eventuelle Hindernisse.

Wischroboter arbeiten mit dem Pro-Clean-System, was bedeutet, dass während des Reinigungsvorganges ständig Flüssigkeit abgesondert wird und dadurch das Wischtuch (Wegwerftücher oder wiederverwertbare Mikrofasertücher) immer feucht bleibt.

Der Wischroboter weist einige Vorteile auf, wie etwa die verminderte Lautstärke während der Reinigung im Vergleich zu einem Staubsaugerroboter, die genaue und systematische Reinigung von verschiedensten Bodenflächen sowie die Möglichkeit, ihn ohne Aufsicht arbeiten zu lassen. Der Preis für Wischroboter liegt je nach Modell zwischen 100 und 500 Euro.

Der Saug- und Wischroboter

Saug- und Wischroboter vereinen die Funktionen von Staubsaugerrobotern und Wischrobotern, das bedeutet, sie können sowohl saugen, als auch Böden wischen. Die Trockenvariante ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es sich zum Beispiel um Tierhaare oder kleinere Verschmutzungen handelt. Die Nassvariante eignet sich dann besonders gut, wenn größere Verschmutzungen zu reinigen sind. Da diese Roboter die beiden Varianten vereinen, sind sie sowohl für den privaten Haushalt, als auch für Büroräume bestens geeignet. Je nachdem, welche Variante gerade gefragt ist, sorgt der kleine Haushaltshelfer mit seinen Reinigungsprogrammen für saubere Böden.

Vorteile des Saug- und Wischroboters sind jedenfalls die je gefragte Funktion von saugen oder wischen, und auch die immense Zeitersparnis, für die der Sauger sorgt. Je nach Größe reinigen diese Haushaltsroboter auch unter Möbeln und halten den Wasserverbrauch relativ gering. Das Schmutzwasser ist händisch zu entfernen, und auch das saubere Reinigungswasser muss per Hand in den Wassertank nachgefüllt werden.

Preislich liegen Saug- und Wischroboter im Durchschnitt zwischen 100 und 500 Euro.

Der Fensterputzroboter

Händisch Fenster putzen ist mit dem Fensterputzroboter Geschichte. Egal ob gerahmt oder rahmenlos, ob Spiegel oder andere Glasflächen, der Fensterputzroboter sorgt per Knopfdruck für die Sauberkeit der Glasoberflächen. Fensterputzroboter funktionieren entweder direkt mit Strom, oder aber sie werden vor Inbetriebnahme aufgeladen. Danach können sie für etwa 45 bis 60 Minuten reinigen. Diese Art von Haushaltrobotern ist auf ihrer Unterseite mit Mikrofasertüchern ausgestattet, welche vor jeder Reinigung angefeuchtet werden müssen, was unter Umständen als etwas lästig aufgefasst werden kann.

Wie hält sich der Fensterputzroboter nun eigentlich auf der Fensterscheibe? Früher wurden die Roboter mit speziellen Magneten ausgestattet, um an den Flächen haften zu bleiben. Heute wird vermehrt die Technik des Festsaugens verwendet, das durch das Vakuum an der Scheibe ermöglicht wird.

Fensterputzroboter sind vor allem dann sinnvoll, wenn man Flächen zu putzen hat, die größer sind als 1×1 Meter. Sie arbeiten selbstständig und sehr effektiv, kommen leicht an schwer erreichbare Stellen und sparen Zeit und Geld (etwa für Fensterputzer in Büros). Für die Reinigung benötigt der Roboter keine spezielle Flüssigkeit, sondern er kann mit einem normalen Glasreiniger ausgestattet werden.

Manche Fensterputzroboter verfügen über besondere Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel dem intelligenten Warnsystem durch einen Sicherheitsakku, welches dann zum Einsatz kommt, wenn es zu einem Stromausfall kommt – der Roboter bleibt dadurch weiterhin am Fenster haften. Eine weitere Funktion ist der integrierte Abgrundsensor, welcher dafür sorgt, Abgründe zu erkennen und dadurch auch problemlos rahmenlose Fenster oder Duschkabinen reinigt.

Fensterputzroboter eignen sich sowohl für den privaten Haushalt, als auch für Büros und Hotels. Der Preis solcher Haushaltshilfen beginnt bei 100 Euro, je nach Funktionen und Einsatzgebieten kann man aber auch bis zu 800 Euro dafür ausgeben.

Roboter für den Außenbereich

Auch für den Außenbereich gibt es viele verschiedene, nützliche Roboterhilfen, wie etwa den Poolsauger, den Rasenroboter oder den Grillreinigungsroboter. Wie sie funktionieren, was sie können und für welchen Preis sie zu haben sind, sehen wir uns im Folgenden an.

Der Rasen- bzw. Mähroboter

Der Rasenroboter ist in der Lage, selbstständig rasen zu mähen. Wann und wo er fahren muss, erkennt er ebenfalls eigenständig. Er mäht den Rasen nicht nur, wenn das Gras zu hoch ist, sondern hält den Rasen ständig kurz. Pause macht er dann, wenn es regnet, oder wenn sein eingebauter Akku aufgeladen werden muss.

Im Unterschied zum normalen, handbetriebenen Rasenmäher arbeitet der Mähroboter sehr leise. Außerdem schlägt er, wie es ein normaler Rasenmäher tut, die Halme nicht ab, sondern er schneidet sie, was bedeutet, dass der Rasen für den Roboter nicht zu hoch sein darf, da er ansonsten nicht arbeiten kann.

Unterschiedlichste Sensoren, mit denen Rasenroboter ausgestattet sind, versorgen sie mit Informationen, wo er wann mähen soll. Üblicherweise geht der Roboter spiralförmig beim Mähen vor, oder er legt Richtungsänderungen ein, was dazu führt, dass manche Stellen öfter gemäht werden als andere. Erreicht werden aber im Normalfall trotzdem immer alle Stellen.

Damit der Mäher die Begrenzung der Rasenfläche erkennt, ist er entweder mit einem Begrenzungsdraht ausgestattet, oder mit zusätzlichen Rasensensoren. Zur Ladestation finden die meisten Mährobotermodelle durch ein im Boden verlegtes Suchkabel.

Die Vorteile von Mährobotern liegen sowohl in der Zeitersparnis, in der gründlichen Rasenpflege, sowie in der relativ einfachen Wartung. Der Roboter ist weder von Ölwechsel, noch von Zündkerzenwechsel abhängig, was ihn gegenüber herkömmlichen Rasenmähern positiv erscheinen lässt. Ein Nachteil allerdings, den der Mähroboter mit sich bringt, ist der relativ teure Anschaffungspreis. Dieser liegt nämlich bei mindestens 900 Euro. Auch die Tatsachen, dass er bei bestimmten Rasenverhältnissen nicht eingesetzt werden kann und dass er kleine Hindernisse nicht immer erkennt, können als nachteilig ausgelegt werden.

Die Anschaffung eines Mähroboters sollte man sich auf jeden Fall gut überlegen. Ist man zeitlich sehr eingespannt oder schafft man es aufgrund körperlicher Beschwerden nicht mehr, selbst den Rasen zu mähen, ist ein Rasenroboter aber bestimmte eine sehr gute Investition.

Der Poolroboter

Poolroboter erleichtern Poolpflegearbeiten. Sie sorgen für die Sauberkeit an Böden und Wänden von Schwimmbecken und erledigen die Säuberung gänzlich ohne Aufsicht. Der Poolroboter saugt, filtert, bürstet und reinigt Schwimmbäder vollautomatisch, durch die programmierte Software erkennt er Größe und Form des Schwimmbeckens. Ein integrierter Filtersack oder Kartusche sorgt dafür, dass Blätter oder andere Fremdkörper eingesammelt werden.

Durch die Senkung des Chemikalienverbrauchs sind Poolroboter besonders umweltfreundlich und neben der Reinigung des Pools sorgt der Roboter auch für die Filterung.

Je nachdem, wie groß der Pool ist bzw. aus welchem Material er besteht, lassen sich Poolroboter nach folgenden Kriterien beurteilen:

  • der Saugleistung in Kubikmeter pro Stunde
  • der Filtertechnik
  • dem Einsatzbereich sowie der Beckengröße
  • der Stromzufuhr und der Kabellänge
  • der Geschwindigkeit des Reinigungsvorganges sowie
  • der Handhabung und dem Transport.

Poolroboter bekommt man ab ca. 300 Euro, man kann sich aber auch einen um 4.000 Euro leisten – die Preisspanne dieser Roboter ist sehr breit.

Der Grillreinigungsroboter

Putzen nach dem Grillen – nicht wirklich die Lieblingstätigkeit vieler Grillliebhaber. Grillreinigungsroboter sind dazu geeignet, diese lästige Pflicht für Sie zu erledigen. Ein solcher Roboter wird nach dem Grillen auf den verschmutzten Rost gesetzt, und schon startet er mit der Reinigung.

Grundsätzlich sind Grillroboter mit mehreren wechselbaren Messingbürsten ausgestattet. Diese drehen sich bei der Reinigung in bestimmten Abständen vorwärts und rückwärts. Der Roboter ist mit einem Akku versehen, Batterien werden keine benötigt. Die meisten der kleinen Roboter sind mit einem LCD Display ausgestattet, auf welchem die Einstellungen sichtbar sind.

Der Grillreinigungsroboter startet per Knopfdruck und fährt per Zufallsprinzip über den Grillrost. Wichtig dabei ist, den Deckel während der Reinigung geschlossen zu halten.

Grillroboter starten preislich bei etwa 100 Euro. Grillt man häufig und will dem Putzen des Grillers entgehen, wird sich die Anschaffung des kleinen Helfers auf jeden Fall lohnen.

Sonstige Roboter

Aquarienroboter

Vollautomatische Aquarienroboter sorgen für freie Sicht in Ihrem Aquarium. Sie sorgen für die gründliche, tägliche Reinigung von Aquarien. Der Roboter verlässt seine Ladestation automatisch und kehrt auch selbstständig wieder dorthin zurück (alle 24 Stunden oder je nach manueller Einstellung).

Der Aquarienroboter wird an der Frontscheibe des Aquariums montiert – die Montage gestaltet sich dabei sehr einfach.

Inzwischen gibt es sogar Aquarienroboter, die mit einer Kamera ausgestattet sind, welche Bilder Ihrer Fische aufnimmt. Der Preis für solche kleinen, speziellen Roboter liegt bei etwa 170 Euro. Die Standardroboter ohne Filmfunktion gibt es auch billiger zu erwerben.

Lernroboter für Kinder

Roboter gibt es nicht nur für den Haushalt, sondern inzwischen auch für Kinder – nämlich als Lernroboter, die sowohl lehrreich, kreativ, als auch einfach zu handhaben sein können. Solche Roboter können als Unterrichtswerkzeuge betrachtet werden, die darauf ausgerichtet sind, neue Formen des spielerischen Lernens zu entdecken und Kindern spielerisch und in eigenem Tempo unter anderem die grafische Programmierung beizubringen.

Je nach Modell verfügen Lernroboter über unterschiedliche Spiele, die sich in Lern- und Bewegungsspiele einteilen lassen. Den Roboter zu starten ist sehr leicht und kinderfreundlich – es ist einfach ein Knopf zu drücken und das Spielen kann beginnen. Vom ABC bis hin zu Tierlauten und der Animation zu Bewegung kann der Lernroboter viel Spaß für Kinder bringen.

Ob man seinen Kindern nun tatsächlich einen Lernroboter kauft, ist eine persönliche Entscheidung. Billig sind die Lernroboter jedenfalls nicht – der Startpreis liegt bei ca. 150 Euro.

Fazit und Ausblick: neue Arten von Haushaltsrobotern

Wie man anhand dieses Artikels sieht, gibt es inzwischen Roboter für sehr viele mögliche Einsatzbereiche. Dabei soll und wird es aber nicht bleiben. Bereits im Jahr 2010 stellte ein Koreaner den von ihm entwickelten Roboter vor, der nicht nur putzen und Wäsche in die Maschine geben kann, sondern auch Essen servieren und einen Toaster bedienen kann. Für die Arbeiten braucht er zwar noch sehr lange und die Feinmotorik gehört auch verbessert, aber es wird nicht lange dauern, und auch diese Einschränkungen sind Geschichte.

Inzwischen wurden auch schon sogenannte Sozialroboter entwickelt, die in der Lage sind, menschliche Emotionen zu erkennen und sich dadurch theoretisch auch als Babysitter eignen. Aktuell ist etwa die Konstruktion „Alexa“ von Amazon im Gespräch. Dieses Gerät ist unter anderem dazu in der Lage, Fragen zu verstehen und passende Informationen zu geben.

Der menschenähnliche Haushaltsroboter, der sich nun gleichzeitig um eine Vielzahl von Haushaltstätigkeiten kümmert, wäre theoretisch schon möglich – allerdings wäre er praktisch unbezahlbar.